+ + + Michael J. Behe: Darwins Black Box. Biochemische Einwände gegen die Evolutionstheorie
Von irreduzibler Komplexität dürften die wenigsten gehört haben. Dabei ist das zugrundeliegende Prinzip eigentlich ganz simpel: Manche Systeme machen erst im Zusammenspiel sämtlicher einzelnen Bestandteile Sinn. Oder, wie Behe es ausdrückt: "Ein nichtreduzierbar komplexes System kann nicht auf direktem Weg (d. h. durch fortgesetztes Verbessern der ein und derselben Ausgangsfunktion, die durch denselben Mechanismus weiter arbeitet) durch leichte aufeinanderfolgende Änderungen von weniger komplexen Vorläufersystemen erzeugt werden, weil jeder Vorläufer zu einem nichtreduzierbar komplexen System, an dem ein Teil fehlt, per Definition funktionsunfähig ist."
Resch, Gräfelfing, 484 Seiten, broschiert, 24,90 € - - bestellen - -
+ + + Werner Gitt: Am Anfang war die Information: Herkunft des Lebens aus der Sicht der Informatik
Der Diplomingenieur war bis zu seinem Ruhestand Direktor des Fachbereichs Informationstechnologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Es gehörte zu den Erfordernissen seines Berufes, sich bei Fragestellungen nicht von Emotionen leiten zu lassen. Denken wir also mal logisch: Irgendjemand sagte mal, dass, wenn es keinen Gott gäbe und wir trotzdem an ihn glauben, nicht viel passiert. Falls es ihn aber gibt und wir glauben an ihn, lockt die Glückseligkeit der Ewigkeit. Es ist also logisch, zu glauben. Und bei Gelegenheit werden wir mal die Meinung von Mr. Spock dazu einholen.
Hänssler, 360 Seiten, Taschenbuch, nur noch gebraucht erhältlich - - bestellen - -
+ + + Alister McGrath, Joanna Collicut McGrath: Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus
Alister McGrath hat leichte Ähnlichkeit mit dem Monty Python-Frontmann John Cleese, trotzdem möchte er seine Thesen nicht als Satire verstanden wissen, sondern als Antwort auf Richard Dawkins "Gotteswahn", was sich schon im Titel deutlich zeigt. Die Religion wurde schon des öfteren tot gesagt, aber sie zuckt nicht nur immer noch; sie ist, wenn man sich die wachsende Zahl der Gläubigen in aller Welt vor Augen führt, höchst lebendig. Fazit: Ausgleich in der Nachspielzeit. Auf in die Verlängerung!
Gerth Medien, 149 Seiten, gebunden, 9,95 € - - bestellen - -
+ + Peter Blank: Alles Zufall?: Naive Fragen zur Evolution
Niemand hat sich auf charmantere Art und Weise mit dem Gottesbeweis auseinandergesetzt als der leider viel zu früh verstorbene Douglas Adams in seiner 'Anhalter-Trilogie' (bestellen). Dazu bemüht er ein hochkomplexes Lebewesen namens Babelfisch: "»Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere...,« sagt Gott, »denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts.« »Aber..,« sagt der Mensch, »der Babelfisch ist doch eine unbewusste Offenbarung, nicht wahr? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es dich gibt, und darum gibt es dich, deiner eigenen Argumentation zufolge, nicht. Quod erat demonstrandum.« »Ach, du lieber Gott..,« sagt Gott, »daran habe ich gar nicht gedacht..,« und löst sich prompt in ein Logikwölkchen auf. »Na, das war ja einfach...,« sagt der Mensch und beweist, weil's gerade so schön war, dass schwarz gleich weiß ist, und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben." Übrigens: Weder der Babelfisch noch Douglas Adams kommen in Blanks Buch vor. Aber wir wollten diese nette Geschichte halt irgendwo unterbringen.
Sankt Ulrich Verlag, 125 Seiten, broschiert, 9,90 € - - bestellen - -
+ Stephan O. Horn, Siegfried Wiedenhofer: Schöpfung und Evolution: Eine Tagung mit Papst Benedikt XVI. in Castelgandolfo
Verlagsangaben: "Im Jahr 2005 stieß der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn durch einen Gastkommentar in der New York Times eine weltweit beachtete Debatte um "Schöpfung und Evolution" an. Papst Benedikt XVI. beauftragte den Kardinal, näher auf die Problematik und die aktuelle Diskussion zwischen "Evolutionismus" und "Kreationismus" einzugehen und bat seinen jährlich zusammentreffenden Schülerkreis, sich diesen Fragen zu stellen. Dieser Band dokumentiert die aufsehenerregende Tagung, zu der Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006 in die päpstliche Sommerresidenz Castelgandolfo über das Thema "Schöpfung und Evolution" eingeladen hat: mit den dort gehaltenen Vorträgen aus Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie sowie der Diskussion, an der Papst Benedikt XVI. selbst durch viele Gesprächsbeiträge teilgenommen hat."
Sankt Ulrich Verlag, 192 Seiten, gebunden, 16,90 € - - bestellen - -
+ Lee Strobel: Indizien für einen Schöpfer
Der amerikanische Geistliche und ehemalige Gerichtsreporter, der 1979 seiner Frau folgte und zum Christentum konvertierte, sprach mit diversen Naturwissenschaftlern und stellte ihnen Fragen, die diese nicht zur völligen Zufriedenheit beantworten konnten. Aus deren Antworten, genauer gesagt, aus den Lücken in den Antworten schließt er: Es gibt einen Gott! Dabei ist er fair genug, von Indizien und nicht von einem Beweis zu sprechen. Wir hingegen haben den ultimativen Beweis für die Existenz Gottes gefunden: In einer Welt, in der ein Wesen wie Eva Padberg existiert, muss es einen Gott geben!
Gerth Medien, 440 Seiten, gebunden, 17,95 € - - bestellen - -
+ - Francis S. Collins: Gott und die Gene: Ein Naturwissenschaftler begründet seinen Glauben
Religion und Wissenschaft? Nur scheinbar ein Widerspruch, schließlich sind viele Wissenschaftler am Ende ihres Lebens tief religiös geworden. Bei Collins ist es weniger die Angst vor dem nahen Tode und die Absicherung für die Zeit danach, die ihn vom Atheisten zum Gläubigen werden ließ, sondern die Beschäftigung mit den Bausteinen des Lebens als Mitarbeiter am Humangenomprojects. Collins ist kein(!) Kreationist, aber er hält den christlichen Glauben und die Evolutionstheorie für kompatibel.
Gütersloher Verlagshaus, 256 Seiten, gebunden, 22,95 € - - bestellen - -
+ - Christoph Schönborn: Ziel oder Zufall?: Schöpfung und Evolution aus der Sicht eines vernünftigen Glaubens
Zwar distanziert sich der Wiener Erzbischof vom Kreationismus, doch scheint dies möglicherweise dem europäischen Zeitgeist geschuldet, im Grunde kann man Schönborn durchaus als Vertreter des Intelligent Designs bezeichnen. Bekannt wurde er durch einen Artikel in der New York Times. Dort outete er sich als Anhänger der Evolution, leugnete aber die laut Darwin innewohnenende Zufälligkeit und ersetzte diese durch einen göttlichen Plan. Andererseits nannte er einige Konzepte des Kreationismus ähnlich unlogisch wie den christlichen Mythos der Erschaffung der Welt in sieben Tagen.
Herder, 189 Seiten, gebunden, 19,90 € - - bestellen - -
- + Ulrich Kutschera: Streitpunkt Evolution: Darwinismus und Intelligentes Design
Eines ist unbestritten: In einer Welt, in der ein Wesen wie Guido Westerwelle existiert, kann es keinen Gott geben. Darwin wusste zwar nichts von Guido Westerwelle, trotzdem erfand er die Evolutionstheorie: Jahrhundertelang stand der Mensch im Mittelpunkt des Seins, genauer gesagt, an der Spitze der Entwicklung. Er war in seinem Selbstbild die Krone der Schöpfung. Darwin zertrümmerte dieses Weltbild und stellte den Menschen als eine mehr oder weniger zufällige Entwicklung diverser Evolutionsschritte dar. Dieses Zertrümmern des menschlichen Egos erklärt die Emotionalität, mit der die Debatte geführt wird.
Lit-Verlag, 312 Seiten, broschiert, 19,90 € - - bestellen - -
- Martin W. Kirschner, John C. Gerhart: Die Lösung von Darwins Dilemma: Wie die Evolution komplexes Leben schafft
Auch Darwin konnte nicht alle Fragen beantworten: Einer der größten Kritikpunkte an seiner Theorie ist bis heute, wie zufällige Mutationen zu hochkomplexen Formen führen können. So sind die einzelnen Bestandteile eines Auges für sich alleine betrachtet sinnlos, erst im Zusammenspiel aller Teile erfüllt das Auge seinen Zweck. Die Natur hätte also die einzelnen Bausteine längst wieder aus dem Genpool entfernt, bevor das Auge entstehen konnte. Da Sie diesen Text aber lesen können, hat die Natur dann wohl doch einen anderen Weg eingeschlagen. Welchen, das erklären Kirschner und Gerhart im vorliegenden Buch. Und wir Normalsterblichen sind froh, unseren Augen wieder trauen zu können.
Rowohlt, 416 Seiten, broschiert, 12,90 € - - bestellen - -
- - Neil Shubin: Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers
Im Grunde unseres Herzens sind wir doch alle Fische. 2004 entdeckte Neil Shubin in der kanadischen Antarktis ein Wesen, dessen Existenz zwar immer wieder behauptet, aber noch nie bewiesen werden konnte: Halb Fisch, halb Landlebewesen. Daraufhin experimentierte er mit Embryonen und stellte fest, dass das gleiche Gen bei Vögeln für die Entwicklung der Flügel, bei Säugetieren für die vorderen Extremitäten und bei Fischen für die Flossen zuständig ist. Es gibt also artenübergreifend ein Gen, das sagt: Lass zwei lange, schmale Etwasse aus dem ersten Körperviertel wachsen. Aber wie genau die Dinger aussehen, da will ich mich nicht einmischen.
Fischer, 281 Seiten, gebunden, 19,90 € - - bestellen - -
- - Douglas Futuyma: Evolution: Easy Reading Edition
Verlagsangaben: "Von Studenten der Biowissenschaften wird heute erwartet, dass sie im Laufe ihres Studiums englische Literatur problemlos lesen und verstehen und schließlich auch Forschungsergebnisse auf Englisch kommunizieren können. Die vorliegende Version von Futuymas Lehrbuch Evolution ist auf diese Situation zugeschnitten und bietet dem Leser: a) den englischen Originaltext b) deutsche Übersetzungshilfen c) ein Glossar englischer Fachbegriffe mit deutschsprachigen Erläuterungen d) Kapiteleinführungen in deutscher Sprache e) eine Übersicht über die im Text erwähnten Gattungen und Arten Kurz im Umfang und dennoch klar und spannend in der Darstellung vermittelt dieses herausragend illustrierte Lehrbuch die vielfältigen Aspekte von Evolution."
Spektrum Akademischer Verlag, 624 Seiten, gebunden, 19,95 € - - bestellen - -
- - - Christopher Schrader: Darwins Werk und Gottes Beitrag: Evolutionstheorie und Intelligent Design
Verlagsangaben: "Seit es Darwins Evolutionstheorie gibt, kämpfen Menschen gegen sie an. Kreationisten akzeptieren bis heute nur die biblische Schöpfungsgeschichte als Abstammungslehre. Unter dem Dach des konservativen Discovery Institute in Seattle entwickelte sich die pseudo-wissenschaftliche Theorie des Intelligent Design. Geschickt religiöse Begriffe vermeidend, will die Bewegung durch die Hintertür des Biologieunterrichts das wieder einführen, was mit der Abschaffung des Religionsunterrichts an amerikanischen Schulen verloren gegangen war: Einfluss auf den Wertekosmos der Schüler. Was bedeutet all dies in Zeiten, in denen Kriege wieder religiös begründet werden?"
Kreuz-Verlag, 137 Seiten, broschiert, 12,95 € - - bestellen - -
- - - Richard Dawkins: Der blinde Uhrmacher: Warum die Erkenntnisse der Evolutionstheorie beweisen, dass das Universum nicht durch Design entstanden ist
Cicero ist nicht nur ein Sänger, der für Deutschland beim Grand-Prix den 19. von 24 Plätzen belegte; in erster Linie ist (war) er ein römischer Philosoph. Von ihm stammt die Grundlage eines teleologischen Gottesbeweises, der später, nach Erfindung derselben, Uhrmacher-Analogie genannt werden sollte: Etwas so Kompliziertes wie eine Uhr kann nicht zufällig entstehen, da die Uhr nur in einem Zusammenspiel all ihrer Einzelteile einen Sinn ergibt. Dafür braucht es einen Schöpfer. So weit, so gut, so logisch. Doch dann kam Dawkins: Das Buch wurde zwar schon vor mehr als zwanzig Jahren geschrieben, was einige Vergleiche leicht antiquiert erscheinen lässt, die Beweisführung als solche ist und bleibt aber zeitlos.
dtv, 384 Seiten, broschiert, 9,90 € - - bestellen - -
- - - Charles Darwin: Die Entstehung der Arten
Eigentlich sollte Charles Darwin wie sein Vater Arzt werden, merkte aber bald, dass die Medizin ihn nicht wirklich ausfüllte. So nutzte er 1831 freudig die Gelegenheit, auf der HMS Beagle einzuschiffen, um an einer mehrjährigen Forschungsreise nach Südamerika teilzunehmen. Dort, auf den Galápagos-Inseln, einem von der Außenwelt abgeschirmten Lebensraum, begegneten ihm die Galápagos-Finken. Das brachte ihn auf einige sehr dumme Ideen (wie die katholische Kirche fand) bzw. machte ihn zu einem der größten wissenschaftlichen Aufklärer der neueren Geschichte (wie der Rest der Welt meinte).
Reclam, 693 Seiten, Taschenbuch, 14,60 € - - bestellen - -